Methoden

Entsprechend den konkreten Förderschwerpunkten und –zielen geht es unter Einbeziehung der Lernausgangslagen grundsätzlich um das Begreifen von „Lernen“ selbst. Dies geht weit über das Üben für einen bestimmten Leistungstest hinaus. Unser Ziel ist es, individuelle Strategien für und mit dem Kind oder Jugendlichen unter Berücksichtigung individueller Lernvorgänge zu entwickeln. Dabei lernen sie Lern- und Arbeitsmethoden kennen, die direkt auf die fachlichen Förderschwerpunkte angewendet werden können.

Im Projekt angewandte Arbeitsformen sind Stations-, Werkstatt- und Freiarbeit, aber auch Frontalarbeit. In der Lernförderstunde finden sowohl Einzel- und Partner- als auch Gruppenarbeit statt. Die wechselnden Arbeitsformen und -phasen fördern den selbstständigen Arbeitsprozess und stärken soziale Kompetenzen im Bereich der Team- und Kooperationsfähigkeit.


In unseren Lernförderstunden schöpfen wir aus einem umfangreichen Methodenpool und wählen sowie variieren Methoden und Medien um das Kind beziehungsweise den Jugendlichen aktiv am Lernen teilhaben zu lassen. Ein kleiner Auszug angewandter Methoden im Projekt soll unsere Arbeit verdeutlichen.

Differentieller Frontalunterricht
Der Begriff Frontalunterricht wird in unsrem Projekt gleichbedeutend als "Lerngruppenunterricht" verstanden. Häufig wird diese Methode verwendet, wenn es darum geht, gezielt neue Wissens- und Bildungsinhalte zu vermitteln. Diese dienen wiederum dazu, dass Kinder und Jugendliche auf dessen Grundlage eigene Entscheidungen treffen können. Des Weiteren bieten die verschiedenen Formen der Differenzierung auch die Möglichkeit, Schüler individuell zu fördern, im Wesentlichen die Förderung der Selbstorganisation.

Freiarbeit
Die Freiarbeit als offene Form der Lernförderung dient dazu, Kinder und Jugendliche dahingehend zu motivieren, sich selbst ein Lernziel zu setzen und in Eigenleistung und einem hohen Maß an persönlicher Freiheit zu erreichen. Dabei stehen ihnen fachlich angemessen gestaltete didaktische Materialien zur Verfügung. Hieraus sollen die Kinder und Jugendlichen ein Material wählen und bearbeiten - entweder in Einzel- oder Gruppenarbeit.
Der Lernförderer übernimmt die Rolle des Beraters und Begleiters. Ziel der Freiarbeit ist das selbst­verant­wortliche Lernen und die sozialen Interaktionen zu fördern.

Projektarbeit
Unsere Projektarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie situationsbezogen in Verbindung mit der praktischen Lebenswelt, interessensbezogen, ganzheitlich sowie interdisziplinär ist. In diesem Zusammenhang ist es uns besonders wichtig, dass auch außerschulische Lernorte mit einbezogen werden. Unsere Projekte kennzeichnen sich in der Regel durch arbeitsteilige Arbeit an einem Gegenstand aus, so dass die einzelnen Kinder und Jugendlichen verschiedene Aufgaben übernehmen und doch auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Dadurch möchten wir Teamarbeit, Selbstorganisation und Handlungsorientierung fördern sowie stärken.

Eine Übersicht über weitere angewandte Methoden und Techniken zeigt die nachfolgende Grafik.


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